Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Vorsfelde

Nachweislich hat Vorsfelde unter vielen Feuersbrunsten gelitten. Das zeigt auch, dass nur das Imkerhaus aus dem Jahre 1590 und das Scharfrichterhaus aus dem Jahre 1607 aus jener Zeit erhalten geblieben sind.

In der Silvesternacht 1604 / 1605 ist bei einer Feuersbrunst dreiviertel des Ortes zum Opfer gefallen, 1798 gehen 24 Häuser in Flammen auf. 1837 sind es 21 Häuser und 1855 weitere 7 Häuser. Im Jahre 1843 wird von der Herzoglichen Kreisdirektion Helmstedt eine Feuerverordnung erlassen. Darin sind Bauvorschriften zur Sicherung gegen Feuersgefahren ebenso wie die "Feuershülfe" geregelt. In dieser besorgniserregenden Zeit gründet der Männerturnverein am 9.Feb.1866 die Freiwillige Turnerfeuerwehr. 1875 wird festgelegt, dass Vorsfelde eine Pflichtfeuerwehr von 150 Mann und eine Ordnungsmannschaft von 180 Mann hat, daneben besteht aber nach wie vor die Turnerfeuerwehr. Da der MTV seine Hauptaufgabe in der Förderung der Turnerei sieht, ergibt sich die Idee, einen eigenen Verein der Freiwilligen Feuerwehr zu gründen. Am 2.Okt.1893 wird dem Gemeinderat diese Idee vorgetragen und in einer Sonderversammlung 1894 unter Zustimmung aller Beteiligten beschlossen. Statuten für die Freiwillige Feuerwehr in Vorsfelde treten nach Genehmigung der Herzoglichen Kreisdirektion am 4.April 1894 in Kraft. Die Feuerwehr besteht aus 36 Mitgliedern, dem Zugführer und dem Kommandeur. Aus Statistiken geht hervor, dass Vorsfelde über eine Pflicht- und eine Freiwillige Feuerwehr verfügt. 1901 werden 36 Freiwillige und 70 Pflichtfeuerwehrleute gemeldet. 1911 sind es 48 bzw. 113 und 1912 52 bzw. 176. 110 Brunnen sowie öffentliche Gewässer wie Aller und Meine sorgen für eine ausreichende Löschwasserversorgung. Zwei Spritzen mit Saugvorrichtung und eine ohne stehen der Brandbekämpfung zur Verfügung, außerdem eine fahrbare Schiebeleiter, die erst 1959 durch eine neue 18 m lange Anhängeleiter ersetzt wird. Die Ausrüstung wird aus Gemeindemitteln ständig verbessert.

Durch den 1.Weltkrieg wurden die guten Entwicklungsansätze der Feuerwehr unterbrochen. Viele Feuerwehrkameraden wurden zum Kriegsdienst einberufen und kehrten nicht zurück. Die noch bestehende Pflichtfeuerwehr hat während der Kriegszeit ihre Existenzberechtigung, wird aber 1920 endgültig aufgelöst.

Alle Aufgaben werden der Freiwilligen Feuerwehr übertragen. Schon am 12.März 1919 hat die Freiwillige Feuerwehr unter Führung des Feuerwehrhauptmanns Carl Qualkatz die erste Bestandsaufnahme aller Ausrüstungsgegenstände und Uniformen erstellt. Der Gemeinderat födert die Mitgliederzahl auf 120 zu bringen. Der Bau einer neuen Feuerwache war unumgänglich. Doch erst 1926 wird Sie fertiggestellt. Die Vollgummibereifte Amtsmotorspritze zieht am 31.Maerz 1926 in die neue Wache ein, damit ist die Schlagkraft der Vorsfelder Wehr wesentlich gestärkt.

Die erste Nachkriegsversammlung der Feuerwehr wird am 28.Sept. 1945 einberufen. Im Jahre 1946 wird die erste Wasserleitung in Vorsfelde verlegt. Damit ist auch die Löschwasserversorgung verbessert. Vom Landkreis Helmstedt erhält Vorsfelde das erste Tanklöschfahrzeug. Mit der wachsenden Einwohnerzahl und der Eingemeindung nach Wolfsburg im Jahre 1972 ist eine ständige Erweiterung des Fahrzeugparks mit Löschfahrzeugen und -gerätschaften notwendig. Die alte Feuerwache von 1926 reicht nicht mehr aus und muss 1971 einem Neubau weichen. 1973 wird das neue Feuerwehrhaus eingeweiht. Nun steht ein modernes Feuerwehrhaus mit 7 Einstellplätze und einem Funktionstrakt zur Verfügung, die ständig durch neue modernere Fahrzeuge ersetzt und ergänzt werden, um die Schlagkraft der Wehr zu stärken.

Heute stehen technische Einrichtungen für die Alarmierung der Feuerwehr durch digitale Funkmeldeempfänger und moderne Feuerlöschfahrzeuge und -geräte zur Verfügung.
 

Aber zu allen Zeiten hat im Mittelpunkt der Feuerwehr der Leitspruch gestanden:

 

retten - löschen - bergen - schützen

Letzter Einsatz:

Nr.

01.12.2017 B188

Öl Land

Letztes Update

- 04.12.2017 19:30

  Einsätze

- 19.11.2017 18:55

  Einsätze

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